Ausbildungszeit: Nicola Schelling berichtet über seine Ausbildung und die Erfahrungen

Nicola Schelling schloss letztes Jahr seine Lehre als Strassenbauer EFZ mit der hervorragenden Note 5.3 ab. Nachstehend lässt er seine Ausbildungszeit Revue passieren.

Mich haben sehr viele Berufsfelder interessiert, und ich habe in allen «geschnuppert»: Physiotherapeut, Goldschmied, Maurer und Strassenbauer. Schlussendlich sagte mir der Strassenbau am meisten zu und ich absolvierte 2013 Schnupperlehren in verschiedenen Strassenbau-Firmen. Die damalige Strabus AG hat mir mit Abstand am meisten zugesagt. Die Mitarbeiter pflegen untereinander einen sehr persönlichen und freundlichen Umgang. So kam es, dass ich mich um eine Lehrstelle bewarb und meinen Lehrvertrag bereits im September desselben Jahres unterschreiben durfte. Im August 2014 war es dann endlich soweit. Mein erster Arbeitstag! Ich war sehr nervös, da ich nicht genau wusste, was auf mich zukommen würde. Zuallererst durfte ich meine Arbeitskleider beziehen, danach zeigte man mir auf einem Rundgang das ganze Magazin. Die ersten Tage waren sehr streng und ich musste mich an die harte Arbeit erst gewöhnen, da es eine grosse Umstellung zu meinem Schulalltag war. Die meiste Zeit des 1. Lehrjahres durfte ich im Team von Polier Markus Zimmermann, dem Allrounder, mitarbeiten. Ich konnte sehr viel von ihm lernen, die praktischen Arbeiten und zugleich theoretische Berechnungen. Im Verlaufe der folgenden Wochen lernte ich nach und nach das ganze Team kennen.

Der doppelte Rolf

Bei Beginn meines 2. Lehrjahres wurde ich in das Team von Polier Rolf Tanner, dem Tiefbauspezialisten, eingeteilt. An einigen Tagen durfte ich auch mit Rolf Friesacher, unserem treuen, nun pensionierten Pflästerer, mitarbeiten. Mit ihm verstehe ich mich sehr gut. In der restlichen Zeit wurde ich immer mehr Teil des Rolf-Tanner-Teams. Zwischendurch besuchte ich immer wieder für zwei bis drei Wochen in Sursee die Schule. Zudem durfte ich ins Lehrlingslager der Maurer in S-Charl, um das Handwerk zum Erbau von Natursteinmauern zu erlernen. Cellere legt sehr viel Wert auf die Ausbildung seiner Mitarbeiter. Sie haben auch mich während meiner Lehrzeit immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Zweimal durfte ich an einem Pflästererkurs in Alpnach teilnehmen, wo ich in die «Kunst des Pflästerens» eingeweiht wurde. In meinem 3. Lehrjahr hatte ich die Möglichkeit, einen Maschinenkurs zu absolvieren. Ich schloss erfolgreich ab und besitze nun den M1-Führerschein.

Goldene Tage

Meine Lehrjahre bei Strabus und Cellere gingen rasend schnell vorüber und im Mai 2017 stand schon die LAP vor der Tür. Während der Vorbereitungszeit war ich stets sehr nervös und habe mir selber grossen Druck gemacht. Mein Ziel war ein Abschluss mit mindestens 5,3, also eine Ehrenmeldung. Das habe ich geschafft – und ich bin sehr stolz, mir die goldene Maurerkelle um den Hals hängen zu dürfen. Nun arbeite ich als Strassenbauer bei meiner Lehrfirma weiter und habe diesen Herbst an den Schweizermeisterschaften teilgenommen. Patrick Bürgler, ebenfalls ein ehemaliger Stift der Strabus, und ich holten uns die Silbermedaille. Wir sind sehr stolz darauf. Nun haben wir uns als Ziel gesetzt, die Vorarbeiter- und im Anschluss die Polierschule zu absolvieren. Ich freue mich sehr, weiterhin ein Teil der Cellere Bau AG zu sein.