Vom Büro auf die Baustelle

Ich bin nun – nach bestandenen Teilprüfungen im zweiten Lehrjahr – im letzten Jahr meiner Ausbildung. Durch die verschiedenen Abteilungswechsel durfte ich viele neue Tätigkeiten erlernen und Prozesse im Arbeitsalltag vertiefen. Nun unterstütze und verwalte ich in der Buchhaltungsabteilung die Cellere Verwaltungs AG und die Aktiengesellschaft Cellere. Zu meinen Hauptaufgaben gehören die Kreditoren- und Debitorenbewirtschaftung sowie die Verbuchung der Bankbelege.

Willkommene Abwechslung

Wir KV-Lernende dürfen für eine Zeit das Büro mit der Baustelle tauschen. Auch wenn es «hart» klang, wollte ich diese Chance unbedingt ergreifen. Es nahm mich wunder, wie der Arbeitsalltag auf dem Bau aussehen würde – und so tauchte ich am 25. Juni 2018 als Praktikant in die spannende Welt des Bauens ein!

Um sage und schreibe 06.15 Uhr stiess ich im Magazin in St.Gallen auf zahlreiche orangeleuchtende Männer. Ilir Dermaku, Polier und mein Verantwortlicher für die folgenden zwei Wochen, empfing mich herzlich. Einige Mitarbeitende kannte ich aus meiner lehrreichen Zeit im Baubüro an der Lukasstrasse. Zugegeben, ich war schon ein bisschen aufgeregt, doch nach einer kurzen Vorstellungsrunde mit Kaffee wurde ich schnell lockerer.

Feingefühl und Know-how

Auf der Baustelle in Notkersegg angekommen, hiess mich das zwölfköpfige Team herzlich willkommen. In kleinen Gruppen verteilten sich die Männer auf ihre verschiedenen Aufgabenfelder. Ilir führte mich zuerst in den Arbeitsalltag eines Poliers ein. Voller Stolz zeigte er mir die grosse Baustelle mit all ihren Eigenheiten und Knacknüssen.

Während des Rundgangs war ich beeindruckt vom Feingefühl der Männer an den verschiedenen Maschinen, von ihrem Handling an den Geräten und dem Knowhow aller Beteiligten. Nach kurzer Schonfrist teilte mich Ilir zusammen mit Lehrling Stephan und Bauarbeiter Riad in eine Dreiergruppe ein. Anfangs führten mich die Jungs langsam an die Arbeiten heran, sie halfen und instruierten mich so gut wie nur möglich. Der Tag war lang und anstrengend – und ich war abends froh, endlich daheim zu sein und mich auszuruhen.

Viel gelernt – und Spass gehabt!

Ob Belagseinbau, Verlegung der Werkleitungen oder Ausmessen mit Ilir – wo ich nur konnte, packte ich an half mit. Bei Fragen oder Unklarheiten hatte jeder ein offenes Ohr für mich. Die Mitarbeitenden waren trotz schwierigen Wetterverhältnissen stets motiviert und voller Tatendrang. Sie steckten mich regelrecht mit ihrer Leichtigkeit und Energie an! Fast jeden Mittag schmissen wir den Grill an und genossen die Pause im Team mit leckeren Würsten. Mein Praktikum verging wie im Flug. Rückblickend kann ich sagen, dass es eine harte, aber enorm lehrreiche und spannende Zeit war, die ich so schnell nicht vergessen werde. Ein herzliches Dankeschön für die perfekte Organisation und an das Team der Baustelle in Notkersegg.